Schönau

Aus dem Schneiderwimmergut stammte der Vater Phillip Matzeder. Er wurde am 03.04.1786 geboren.

 

 

Matzöd (Gemeinde Simbach bei Landau):

Philip Matzeder, der Vater des Räubers Franz Matzeder, baute hier sein Haus und bewirtschaftete 2,6 Tagwerk Grund. Weil die Ehe wegen ungenügender finanzieller Mittel durch die Gemeinde verweigert wurden, lebte er mit Elisabeth Lindhuber in wilder Ehe zusammen. Franz Matzeder wuchs hier mit zwei Geschwister auf. Im Laufe seiner kriminellen Karriere konnte er hier immer seltener unterkommen, da Gendarmen regelmäßig nach ihm suchten. Das Anwesen erbte die Schwester Klara.

Kalter Brunn bei Simbach

Im Waldstück nahe seinem Elternhaus liegt versteckt der Wallfahrtsort idyllisch in einer Senke. Hier war das Versteck der Matzöder Räuber. Während des 30jährigen Krieges versteckten sich hier Simbacher Bürger vor den einfallenden Soldaten.

München Neudeck

Franz Matzeder verbrachte in Neudeck lange Jahre im Zuchthaus. Als gelernter Maurer wurde er zu Zwangsarbeit im öffentlichen Raum verurteilt. Hier lernte er auch seinen Kumpanen Franz Reiter kennen, mit dem er so manche Verbrechen verübte.

 Pleiskirchen

Nach einem Rossmarkt in Pleiskirchen (Oberbayern) überfielen die Matzöder Räuber zwei Bauern im Schwalbenberger Holz nahe dem Wirtshaus "Auf der Höll". Nach dem Mord an den Bauernsohn Lorenz Bichelmayer aus Wöllersdorf wurden Franz Reiter und Franz Matzeder zum Tode verurteilt.

Pörndorf (Gmd. Gergweis)

Die Wirtin erkannte die Räuber in ihrer Gaststube und schickte nach der Gendarmerie.
Gendarmen und Dorfburschen stürmten die Stube, als die Räuber gerade wieder aufbrechen wollten. Obwohl sie heftigen Widerstand leisteten, mussten sie sich schließlich der Übermacht ergeben.

Straubing

Die Räuber saßen zwei Jahre in der Fronfeste zu Straubing ein, bis das Todesurteil vollstreckt wurde. Scharfrichter Zankl enthauptete Franz Matzeder und Franz Reiter mit dem Richtschwert. Die Predigt, die bei der Hinrichtung am Hagen gesprochen wurde, ist als kleines Büchlein im Archiv des Historischen Vereins Straubing einsehbar. Die Leichen der Verbrecher wurden am Freidhof St. Michael an der Außenmauer verscharrt.

Landshut

Wer sich für die Geschichte interessiert, kann noch heute in die Urteilsbücher im Staatsarchiv auf der Burg Trausnitz Einsicht nehmen, und  die originalen Gerichtsprotokolle studieren.